Hilfe mein Pferd hat einen Griffelbeinbruch!

Wir hören das Wort Beinbruch beim Pferd und es macht sich eine leichte Panik in uns breit. Ein Pferd ist ein Lauftier, das Bein ist gebrochen. Ist es jetzt das Todesurteil für mein Pferd? Nicht unbedingt! Ein Griffelbeinbruch ist nicht gleich ein Todesurteil.

Dafür muss man erst einmal wissen, was das Griffelbein eigentlich ist.

Im Laufe der Evolution hat sich das Skelett des Pferdes verändert.  Zur Veranschaulichung: das Griffelbein des Pferdes ist so gesehen, der Ring- und Zeigefinger des Menschen. Diese haben sich zurück gebildet und sind am regulären Bewegungsablauf nicht mehr beteiligt.

Fachlich beschrieben:  Ist das Griffelbein der rudimentäre Mittelhand- bzw. Mittelfußknochen, der sich jeweils innen und außen am Röhrbein des Pferdes befindet.

Frakturen dieser Knochen werden an Vorderbeinen wie auch Hinterbeinen beobachtet. Es wird zwischen Frakturen im oberen Drittel und unteren Drittel unterschieden. Frakturen im oberen Drittel des Griffelbeins sind oft traumatisch bedingt, wie zum Beispiel durch einen Tritt, somit kann es jedes Pferd treffen. Frakturen im unteren Drittel scheinen vermehrt bei älteren Sportpferden oder vornehmlich Trabern aufzutreten.

Anzeichen einer Griffelbeinfraktur können neben einer Verletzung der Haut oder einem Tritt im Bereich des Röhrbeins, Lahmheit sowie Schwellung in diesem Bereich sein. Zusätzlich ist auch ein lokaler Druckschmerz möglich.

Die Diagnose wird durch Röntgenaufnahmen gestellt.

„Wie sieht die Therapie aus?“

Das frakturierte (gebrochene) Teilstück des Griffelbeins sollte operativ entfernt werden, denn der Knochen bildet während der Heilung einen so genannten Kallus, welcher zu Reizungen oder dauerhaften Schädigung des Musculles interosseus (Fesselträger) führen kann, dies ist ein sehniger Muskel, der direkt zwischen den Griffelbeinen am Röhrbein anliegt. Es könnte dann zu einer immer wiederkehrenden Lahmheit kommen.

Zusammengefasst kann man also sagen, ein Griffelbeinbruch ist heilbar und das Pferd in der Regel nach Heilung wieder reitbar.

                              

 

Was heißt das eigentlich?

„Was ist eigentlich ein Chip?“

Gern begegnen uns Menschen im Leben, die mit uns über Themen sprechen möchten von denen wir zwar schon einmal etwas gehört haben, aber eigentlich nichts dazu sagen können. Befragt man hierzu die Fachleute, ist es auch nicht unbedingt so, dass diese verständlich erklären, worum es sich handelt. Oftmals werfen sie mit Fachwörtern um sich, die der „normale Mensch“ nicht kennt. In diesen Fällen jedes Mal nachzufragen, ist vielen meist unangenehm.

Mein Pferd hat einen Chip und damit meine ich keinen Transponder 😉

Der Chip ist eine Gelenkerkrankung des heranwachsenden Pferdes. (Entsteht in den ersten zwei Lebensjahren des Pferdes). Die entstehende Fehlentwicklung des Skeletts entsteht durch eine lokale Störung bei der Verknöcherung des wachsenden Knorpels. Dabei können kleine Knorpelteilchen absplittern, welche sich dann frei in der Gelenkhöhle bewegen. Dadurch können weitere Schäden durch Reibungen entstehen.

In den ersten 12 Lebensmonaten ist das Knorpelwachstum des Pferdes am stärksten aktiv und ein Gelenkchip kann spontan entstehen, aber auch wieder vom Körper abgebaut werden. Ein Chip kann durch Röntgenaufnahmen diagnostiziert werden. Zudem kann es vorkommen, dass ein Pferd mehrere Chips am Gelenk hat.

Wozu kann ein Chip führen?

Ein Chip kann sich durch Lahmheit und im schlimmsten Fall durch Schwellungen an der Gelenksstelle äußern. Dies kann weiterhin zur Steifheit, zu Entzündungen und zu Reizungen kommen.

Sollte der Chip in diesen Fällen nicht entfernt werden, kann eine Arthrose entstehen.

 

In vielen Fällen wird ein Chip am Gelenk jedoch nicht entdeckt, da dieser nicht schmerzhaft für das Pferd ist und somit keine weiterführenden Probleme auftreten.

Wie sieht die Therapie aus?

Ein Chip kann durch einen operativen Eingriff (Arthroskopie) entfernt werden.

chip op

„An einem edlen Pferd schätzt man nicht, die Kraft sondern seinen Charakter.“

(Konfuzius)

Einen guten Charakter benötigen nicht nur Pferde sondern auch Menschen, sowie Jessica Lüneberg, damit Sie auf dem sogenannten „heißen Stuhl“, der Anmeldung ein kühlen Kopf behalten kann.

Kurzinterview mit Jessica Lüneberg

Seit wann bist du in der Pferdeklinik aktiv?

  • Ich arbeite seit November 2018 in der Pferdeklinik Bilsen.

Welchen Beruf übst du hier aus?

  • Kauffrau für Büromanagement

Was magst du am liebsten an deinem Job?

  • Das schöne an meinem Job ist, dass ich meinen Beruf und mein Hobby miteinander verbinden kann.

Lieblingsaufgabe?

  • Ich mag gern den direkten Kontakt mit den Kunden 🙂

Warum der Beruf?

  • Ich wollte immer gerne im Büro arbeiten und habe mich für einen Beruf entschieden in dem ich in verschiedenen Branchen vielseitig einsetzbar bin.

Zum Neujahr dürfen Sie sich auf Neues freuen.

Was heißt das eigentlich?

Diese Überschrift wird uns im nächsten Jahr Aufklärung leisten, über Krankenheiten und Begrifflichkeiten, die uns Pferdemenschen doch des Öfteren im Zusammenhang mit den geliebten Vierbeinern über den Weg laufen als uns lieb ist.

Und ganz ehrlich, nicht jeder von uns hat sich ein so großes medizinisches Wissen aus den Pferdebüchern angeeignet oder gar Tiermedizin studiert um den Gegenüber wirklich immer zu verstehen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

🙂

„Ein Beruf ist das Rückgrat des Lebens.“

(Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Und die Tierliebe hat in dem Leben der jungen Tierärztin Felicitas Dengs schon immer eine Rolle gespielt.

Kurzinterview mit Mag. med. vet. Felicitas Dengs

Seit wann bist du in der Pferdeklinik aktiv?

  • Seit August 2018, allerdings war ich vorher schon in meinem großen Praktikum hier.

Welchen Beruf übst du hier aus?

  • Tierärztin

Was magst du am liebsten an deinem Job?

  • Wenn die Therapie erfolgreich war und die Besitzer ihre Pferde gesund mit nach Hause nehmen können.

Lieblingsaufgabe?

  • Pferde gesund machen 🙂

Warum der Beruf?

  • Ich bin mit Pferden aufgewachsen und wollte immer wissen, wie man optimal Pferde versorgen kann, wenn sie nicht gesund sind. Aber natürlich waren nicht nur die Pferde wichtig, sondern auch Katzen, Hunde und alle anderen Tiere.

 

 

“ Es sind gute, Pferde die ihr Futter fordern – Sie wissen, was sie wert sind“

(Deutsches Sprichwort-aphorismen.de)

Und Annabell Albrecht weiß es auch. Sie ist eine der guten Seelen in der Pferdeklinik Bilsen und kümmert sich mit Leidenschaft um das Wohl der vierbeinigen Patienten…

Kurz Interview mit unserer Auszubildenden Annabell Albrecht

  • Seit wann bist du in der Pferdeklinik aktiv?

Meine Ausbildung habe ich 2017 begonnen. Vorab habe ich ein Praktikum im Service des Pferdezentrums Bilsen gemacht.

  • Welchen Beruf übst du hier aus?

Ich bin in der Ausbildung zur Tiermedizinischen Fachangestellten;

aktuell bin ich im 3. Lehrjahr.

  • Warum der Beruf?

Ich mag den Umgang mit den Pferden und das ich ihnen bei der Genesung helfen kann.

  • Was magst du am Liebsten an deinem Job?

Den täglichen Kontakt und das Arbeiten mit den Pferden.

„Ohne Leidenschafts gibt´s keine Genialität.“ (Theodor Mommsen)

Und die Leidenschaft für seinen Beruf kann Herr Dr. Fister definitiv nicht leugnen.

Am 03.09.2019 feierte er sein 35-jähriges Selbstständigkeitsjubiläum.

Und das ist schon irgendwie genial, finden wir…

Kurz Interview mit Dr. Dirk Fister:

  • Seit wann bist du in der Pferdeklinik aktiv?

Seit dem 03.09.1984 bin ich selbstständig mit der Fahrpraxis, von 1991 bis 2001 in Borstel-Hohenraden mit Klinikbetrieb und Fahrpraxis.  Seit 2001 ist der Standort der Klinik Bilsen.

  • Welchen Beruf übst du hier aus?

Ich bin Tierarzt in der Pferdeklinik und gehöre zum  Teil der Klinikleitung mit Lina Kröger und Dr. Kerstin Oberbeck zusammen.

  • Was magst du am Liebsten an deinem Job?

Das Liebste  an meinem Job ist eindeutig Pferde gesund zu machen.

Dass man somit die Besitzer zufrieden stellen kann ist ein angenehmer Nebeneffekt.

  • Lieblingsaufgabe?

Eindeutig die Chirurgie.

  • Warum der Beruf?

Oh, ich hätte auch Landwirt werden können 😊. Ich war bereits an der Uni eingeschrieben.

Dann hat mich Dr. Johannes Sebelin aus Schönberg (ein benachbarter Tierarzt) mitgenommen, der weckte damit meine Leidenschaft und mein Interesse für den Beruf.

„Gemeinsam durch dick und dünn“

Interview mit einer Patientenbesitzerin

Wie heißt Ihr Pferd?

  • Timm Taler – Rufname: Timmi

Was machen Sie mit Ihrem Partner Pferd? (Im Sport aktiv?)

  • Timmi und ich reiten Dressur. Er ist allerdings noch sehr jung und hatte leider in den letzten Jahren schon einige verletzungsbedingte Pausen, weshalb wir bisher nicht im Sport aktiv waren.

Möchten Sie was zu Ihrem Pferd erzählen?

  • Ich habe Timmi dreijährig direkt vom Züchter bekommen. Timmi ist ein absoluter Schatz, immer neugierig, fröhlich, lernt schnell und gerne und ist total verschmust. Er ist dabei aber auch sehr temperamentvoll und man sollte nicht unterschätzen, wie schön er bocken kann 😉

Warum sind Sie hier?

  • Timmi hat sich auf der Weide eine schwere Knieverletzung zugezogen. Eingewiesen wurde er mit Verdacht auf eine Fraktur/ Fissur im Knie, letztendlich war es eine Knorpelverletzung im Kniescheibengelenk.

Als erkennbar war, dass Timmi schwerer verletzt ist, war für mich direkt klar, dass ich ihn in die Pferdeklinik-Bilsen bringe, obwohl wir in Niedersachsen wohnen, da die Klinik jahrelang meine Stammpraxis war.

Was wurde mit dem Patienten gemacht?

  • Timmi wurde von Dr. Fister operiert. Dabei wurden verschiedene Therapien durchgeführt, u.a. eine Stammzelltherapie. Anschließend war Timmi noch einige Wochen im Reha-Programm und wurde im Aquatrainer schonend antrainiert und muskulär aufgebaut. Die Behandlung war so erfolgreich, dass Timmi glücklicherweise sicher lahmfrei läuft und sogar wieder reitbar ist.

Möchten Sie noch etwas zur Pferdeklinik-Bilsen sagen?

  • Vielen herzlichen Dank für die liebevolle und kompetente Behandlung und Betreuung – insbesondere an Kerstin Oberbeck und Dirk Fister sowie an das gesamte Klinik-Team!!!

 

 

 

„Leidenschaft ist der beste Arbeitgeber.“

Heute im Kreuzverhör: Anja Hohlbaum

Seit wann bist du in der Pferdeklinik aktiv?

Seit 2007 – ich habe meine Ausbildung hier absolviert und bin geblieben

Welchen Beruf übst du hier aus?

Tiermedizinische Fachangestellte

Was magst du am liebsten an deinem Job?

Die Tiere 😊

Lieblingsaufgabe?

OP

Warum der Beruf?

Weil ich von Anfang an mit Pferden zusammenarbeiten wollte und nie von Gedanken und Werdegang weggekommen bin.

Anja Hohlbaum ist festes Mitglied der Tiermedizinischen Fachangestellten bzw. der “Mädelsgruppe“ und mittlerweile auch Teamleiterin dieser besagten Crew.
Natürlich ist sie auch privat der Passion Pferd verfallen und glückliche Pferdebesitzerin.

Eben frei nach dem Motto: „Leidenschaft ist der beste Arbeitgeber.“*
*(Gerd Peter Bischoff / Schriftsteller)

 

 

„Mit Fragen kommt man durch die Welt.“ (Deutsches Sprichwort)

Wir fragen uns zwar nicht durch die Welt – aber durch die Pferdeklinik Bilsen!

Jeden Monat stellt sich ein/e Mitarbeiter/in dem „Verhör“ eines Kurz Interviews.

Beginnen werden wir mit – viele von Euch kennen und schätzen Sie:

Dr. Kerstin Oberbeck!

 

Kurz Interview mit Dr. Kerstin Oberbeck: 

  • Seit wann bist du in der Pferdeklinik aktiv?

Set dem 01.03.1989

  • Welchen Beruf übst du hier aus?

Ich bin Tierärztin.

  • Warum der Beruf?

Von Anfang an waren es die Pferde mit den ich arbeiten wollte. Ich liebe es auf den Höfen unterwegs zu sein.

  • Was magst du am Liebsten an deinem Job?

Die Arbeit am Pferd.

  • Lieblingsaufgabe?

Die Tiere gesund machen und Erfolge bei der Therapie sehen.

 

Unser Pferdezentrum Bilsen

„Männer sind die beste Medizin“ – so heißt es bekanntlich in der Arztserie „Doctor’s Diary“ – nicht aber in Bilsen! Hier lautet das Motto: „Pferde sind die beste Medizin!“

Im dort angesiedelten Pferdezentrum von Andrea Fister sind knapp 30 besagte Vierbeiner zu Hause. Die moderne Reitsportanlage bietet zwei helle, großzügige Stallgassen, wobei jede Box mit einem schönen Außenfenster versehen ist. Solarienüberdachte Waschboxen ergänzen hier das Luxusangebot für die Vierbeiner.

Bei schlechten Boden- oder Wetterverhältnissen kann man sogar nahtlos von den besagten Stallgassen in die angrenzende Reithalle wechseln. Sie ist für mich das Herzstück der Einrichtung. Licht durchflutete und mit überdurchschnittlichem Maß sowie einer Spiegelwand ausgestattet. Wirklich ein Highlight!  🙂

Zudem stehen den Freizeit- und Turnier- bzw. Spring- und Dressur Ambitionierten eine Galoppbahn, ein Sand- und ein Grasplatz zur Verfügung. Hier bleiben also keine Wünsche offen 🙂

Ergänzend findet man auf der Anlage eine Longierhalle und einen „Freiluft“ Longierzirkel sowie eine überdachte Führanlage. Frei nach dem Motto „Rund ist die Welt“!

Aber nicht nur „Karussell fahren“ sondern auch „Seepferdchen“ ist in Bilsen möglich!

Denn vor dem Hintergrund, dass die Pferdeklinik Bilsen sich ergänzend mit auf dem Gelände befindet, haben die Einsteller des Pferdezentrums zusätzlich die Option, ihrem Pferd entsprechende Schwimmeinheiten im Aquatrainer zu buchen.

Ganzjährig gibt es zudem die Möglichkeit, dass die Pferde stundenweise draußen sind. Im Winter stehen den Einstellen bzw. vielmehr ihren Pferden 🙂 Sandpaddocks zur Verfügung, im Sommer – entsprechend etwas großzügiger abgesteckte- Weidefläche.

Aber nicht nur die Ausstattung muss stimmen, sondern auch die Fürsorge rund ums Pferd. Und hier kommt das Team des Pferdezentrums ins Spiel! Mit Einsatz und Zuverlässigkeit kümmert sich die Crew täglich um das Wohl der Vierbeiner. Zeit einmal „DANKE“ zu sagen!

Übernachtung mit Vollpension 4 Sterne deluxe 🙂 Jeden Tag bekommen die Bewohner ein „frisches Bett“ – wahlweise kann man hier zwischen Allergiker Bettwäsche – also Spänen – oder Stroh wählen. 3 x täglich wird ein entsprechend gewünschtes Futtermenü serviert.

Auch die Böden benötigen eine abgestimmte Pflege, um optimale Trainingsbedingungen zu schaffen. Kleinere anfallende Reparaturen auf der Anlage werden nach Möglichkeit von der Crew direkt selbst ausgeführt.

Damit auch das Bewegungsprogramm der Bewohner stimmt, wird von Montag bis Freitag diesbezüglich ein entsprechendes „Service Programm“ angeboten. Was das bedeutet? In diesem Fall, dass die Pferde nach einem gewählten Wunschprogramm raus gestellt bzw., rein geholt werden. Gleich, ob Paddock, Weide oder Führanlage…. Alles für des Pferdes Wohl!

Naja, und sind die Pferde froh und munter, dann machen sie uns Pferdebesitzer glücklich und sind, wie Anfangs erwähnt, auch irgendwie unsere beste Medizin 🙂